Auf vielfältige Art und Weise wirkt sich der Sport auf das Leben von Jugendlichen aus. Das kann positive aber genauso negative Auswirkungen nach sich ziehen, die von unterschiedlichen Aspekten abhängen. Dabei nehmen die Trainer und Trainerinnen eine bedeutende Stellung ein. In einem großen Maß wird die Entwicklung der Jugendlichen durch die sportlichen Aktivitäten in vielen Bereichen beeinflusst und das nicht allein in körperlicher Hinsicht, sondern gleichermaßen werden die Kids in ihrer sozialen, seelischen und geistigen Perspektive beeinflusst. So können unter anderem bestimmte Fertigkeiten zugunsten von anderen verlernt werden. Aber auch neu Erlerntes kann wiederum kontraproduktiv oder sinnvoll eingesetzt werden.
Der Sport in seinen körperlichen Wirkungen
Treiben Jugendliche in ihrer Freizeit sportliche Aktivitäten, so erlangen sie dabei mehr Selbstsicherheit im Umgang mit ihrem eigenen Körper. Ebenfalls können motorische Fähigkeiten neu erlernt oder weiter ausgebaut werden. Des Weiteren werden die Muskeln stärker und die Kids können somit ihre eigene Leistungsfähigkeit steigern. Allerdings soll hierbei auch nicht die Kehrseite der Medaille außer Acht gelassen werden, denn werden die Jugendlichen zu sehr beansprucht, können genauso Schäden auftreten und es kann zu Fehlbelastungen kommen.
Erlernen die Kinder sportliche Techniken, so wird gleichzeitig die Wahrnehmung des eigenen Körpers geschult und die Erlebnisfähigkeit gefördert. Läuft die Orientierung der Leistungen jedoch nur einseitig ab oder wird die individuelle Entwicklung des Körpers nicht berücksichtigt, werden die körperlichen Signale und Grenzen oftmals nicht wahrgenommen und die Überforderung einfach verdrängt.
Der Sport in seinen psychischen Wirkungen
Für viele Jugendliche ist es wichtig, dass sie Mitglieder einer Sportgruppe sind. Zum Einen wird ihnen ermöglicht, dass sie eine individuelle Rollenzuschreibung erhalten und zum Anderen wird ihnen damit eine Sicherheit ihres eigenen Verhaltens geboten. Wird die Freizeit mit sportlichen Aktivitäten in einem Sportverein verbracht, dann erlernen die Jugendlichen auch, dass sie zum Beispiel persönliche Abneigungen innerhalb ihres Teams unterdrücken oder umdeuten können. Ebenso werden die inneren Abneigungen in Bezug auf sportliche Anforderungen neu erlernt.
Bei den sportlichen Aktivitäten in der Freizeit können das Durchhaltevermögen und die Leistungsbereitschaft ausgelöst werden. Gleichermaßen können Gefühle der Ohnmacht und Überforderung, Machtwillen oder sogar Aggressionen durch Sport ausgelöst werden. Hier sind vor allen Dingen die Trainer und Trainerinnen in der Pflicht, dass sich der Sport positiv auf die Jugendlichen auswirkt.
Der Sport in seinen sozialen und kognitiven Wirkungen
Die Jugendlichen können beim Sport in der Freizeit das soziale Miteinander erlernen, so werden sie ebenfalls die Konkurrenz und die Kooperation am eigenen Leib erfahren können. Dabei wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, das Praktizieren und das Verstehen von sozialen Regeln kennen zu lernen. Ebenfalls können mitunter sogar die ersten Erfahrungen hinsichtlich von Intoleranz und Mobbing gesammelt werden.
Durch den Sport wird den Jugendlichen ermöglicht, Wissen zu erlernen, zu verstehen und anzuwenden. Allerdings können auf dem schulischen Gebiet Potentiale an Wissen verkümmern und es entstehen die bekannten Lernblockaden, wenn der Sport keinen Raum mehr für andere Aktivitäten lässt.
Die Einflussnahme
Trainer, Trainerinnen, Übungsleiter und –leiterinnen müssen hierbei eine Vorbildfunktion ausüben und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten vermitteln, damit sie den Jugendlichen die richtige Orientierung bieten und somit Einfluss auf sie nehmen, wie sie das Erlernte umsetzen können. Außerdem sollten sie die jungen Sportler genauso auf andere Zukunftsperspektiven und Lebensbereiche aufmerksam machen. Nicht allein der Sport sollte bei den Jugendlichen im Vordergrund stehen, sondern sollten sie ihre Freizeit auch in anderen Bereichen gestalten.